Alles andere als auf dem Holzweg!

Diese Woche führte mich der Jobmarathon in den AGRO Holzhandel. Hier durfte ich in den Arbeitsalltag eines Familienunternehmens hineinschnuppern, bei dem sich alles rund um Holz, Bauelemente und Werkzeuge dreht. Das Motto des Unternehmens lautet dementsprechend: Mehr als nur Holz!

Ich mag Holz und habe auch ab und an schon mal damit gebastelt – dekorative Holzbilder etwa oder früher verschiedene Figuren im Werken-Unterricht. Mit dem Werkstoff kann man so einiges Großartiges machen und ich finde, er wirkt immer sehr schick.

Mein Arbeitgeber für diese Woche, der AGRO Holzhandel, ist ein mittelständisches Groß- und Einzelhandelsunternehmen mit angrenzender Tischlerei und Sägewerk. Dadurch bietet die Firma ein umfangreiches Dienstleistungsspektrum in Sachen Produktion von Holzwaren, ihrem Vertrieb und der fachgerechten Montage bei Endkundinnen und -kunden.

Los geht’s – in der Herstellung

Mich interessierte, wie die Bauelemente, die der Holzhandel anbietet, eigentlich hergestellt werden. Meine Neugier wurde auch gleich gestillt, denn ich durfte meinen Besuch in der Produktion starten. Hier wird das Holz nach Kundenwunsch auf das richtige Maß geschnitten. Die Maschinen lassen sich ganz genau justieren, sodass am Ende auch alles exakt passt.

Ich durfte mich zum Beispiel an der Blockbandsäge und dem Sägegatter ausprobieren. Das war sogar einfacher, als ich es erwartet hätte. Man muss die Säge einfach nur entlang des Holzes schieben und schon wird es geschnitten. Das hat mir wirklich Spaß gemacht und ich hätte echt gern die gesamte restliche Platte zersägt. 😀

Aber schon ging es weiter: Das Holz muss nach individuellem Kundenwunsch verfeinert werden. Dazu wird die Holzoberfläche beispielsweise geschliffen und nachträglich mit einer Öl-Lasur behandelt. Das sorgt für einen natürlichen und eleganten Look der Holzprodukte. Dazu gehören zum Beispiel Holzbohlen, Tischplatten, Bänke, Saunen oder auch kleine Holzhütten, wie man sie immer auf dem Weihnachtsmarkt sehen kann. Auch Bau- oder Brennholz werden hier zugeschnitten.

Mein Besuch im Sägewerk

Ich bekam auch die Chance, einen Tag im Sägewerk in Kleinfurra zu verbringen. Hier erlebte ich live, wie ein unbehandelter Baumstamm durch eine Blockbandsäge zerteilt wurde. Die einzelnen Bearbeitungsschritte waren wirklich eindrucksvoll. Ich durfte auch ordentlich mit anpacken und das Holz aus der Maschine nehmen und sortieren. Die entstandenen Holzbohlen, wurden anschließend zur Trocknung gelagert. Aus ihnen kann später Holzmobiliar wie Tischplatten und Regale oder tausend andere Dinge entstehen. Da ist der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Auch das Sägegatter konnte ich ein wenig besser kennenlernen und mit bedienen: Hier wird ein Holzstamm durch rotierende Sägeblätter geschoben, die senkrecht hineinschneiden. Das Endresultat bilden dann Kanthölzer für den weiteren Gebrauch der Kundschaft.

Und ab in den Verkauf!

Zum Abschluss durfte ich auch noch in den Verkauf des AGRO Holzhandels hineinschnuppern. Hier werden die verschiedensten Artikel angeboten. Das Sortiment hält von Bauholz jeglicher Art über Gartenmöbel und Saunen bis hin zu kleinen Schrauben alles für Holzfreunde bereit. Ich habe Regale eingeräumt, Rechnungen geschrieben und war auch bei einem Kundengespräch dabei.

Berufe, die hier auf euch warten

Der AGRO Holzhandel ist ein vielseitiges Unternehmen. Dementsprechend werden die unterschiedlichsten Berufe angeboten: Tischler/-in, Holzbearbeitungsmechaniker/-in, Zimmerer/-in, Einzelhandelskaufmann/-frau oder Verkäufer/-in.

Als Holzbearbeitungsmechanikerin oder -mechaniker solltet ihr beispielsweise auf jeden Fall Geschicklichkeit, handwerkliche Begabung und natürlich Liebe zum Holz mitbringen. Auch grundlegendes mathematisches Verständnis sollte da sein, um etwa diverse Größendimensionen zu berechnen.

In dem Job als Einzelhandelskaufmann/-frau oder Verkäufer/-in ist es natürlich wichtig, die Kunden beraten zu können. Das heißt, ihr solltet euch gut im Sortiment zurechtfinden, offen, freundlich und kommunikativ sein und den Baustoff Holz mögen. Schließlich wollen die angebotenen Waren durch Überzeugung und kaufmännisches Geschick an die Kundinnen und Kunden gebracht werden.

Chancen als QuereinsteigerIn

Der AGRO Holzhandel bietet auch die Chance eines Quereinstiegs. Ihr werdet dabei anfangs vom Personal intensiv in den jeweiligen Beruf eingearbeitet. Das ist wirklich essenziell und wichtig, wie ich selbst gemerkt habe. Trotzdem solltet ihr bereits ein grundlegendes technisches Verständnis sowie Interesse an der Arbeit mit Holz- und Bauelementen besitzen. Es werden später auch Aufstiegsmöglichkeiten in Form von Weiterbildungen und Workshops angeboten. Somit ist eine gute Weiterentwicklung im Beruf, dem Unternehmen und der Branche gegeben.

Mein Fazit

Die Woche im AGRO Holzhandel war für mich lehrreich und spannend zugleich. Wann bietet sich schon einmal die Gelegenheit, einen ganzen Baumstamm zu bearbeiten und zu helfen, daraus ein hübsches Bauelement zu machen? Es war auf jeden Fall harte Arbeit – aber auch richtig klasse, dabei mitzuwirken! Ich konnte mich hier sowohl kreativ als auch konstruktiv bei der Bearbeitung und dem Verkauf von Holz ausleben. Das familiäre und persönliche Umfeld im Betrieb haben dabei für ein angenehmes Arbeitsklima gesorgt.

AGRO Holzhandel

Das lässt das Herz von Holzliebhabern höherschlagen. Bei den Holz-Profis in Thüringen werden auf 3.200 m² individuelle Träume verwirklicht. Getreu dem Motto: “Mehr als nur Holz”, dreht sich bei dem Familienunternehmen aus Greußen alles rund um den Werkstoff, Bauelemente und Werkzeuge.  

Über unsere Jobbloggerin Franziska

Ein Job für den Rest des Lebens? Nicht für mich! Ich begebe mich auf eine spannende Reise durch über 30 Unternehmen in 180 Tagen. Seid dabei und folgt mir!

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Weitere Beiträge

Mehr erfahren

Pharmasaat GmbH

Die letzte Woche des ersten Teils des Jobmarathons im Kyffhäuserkreis verbrachte ich bei der Pharmasaat GmbH in Artern. Dort wird ein landwirtschaftlicher Spezialbetrieb geführt, welcher bereits seit dem Jahr 1997 existiert. Der Betrieb produziert und verkauft Saatgut für verschiedene Arznei- und Gewürzpflanzen. In dieser Woche durfte ich also der Fähigkeit meines grünen Daumens nachgehen und den Beruf der Pflanzentechnologin kennenlernen.
Mehr erfahren

GSAB Elektrotechnik

Ich verbrachte diese Woche in der Firma GSAB Elektrotechnik GmbH in Greußen. Die GSAB ist ein Betrieb im Bereich der sogenannten Außenverteiler. Das Familienunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt also Schaltanlagen, zum Beispiel für Ampeln oder Verteiler für Campingplätze, aber auch Ladesäulen für Elektroautos und Photovoltaikübergabeschränke.
Mehr erfahren

Ziegenhof Peter

Die achte Woche meines Jobmarathons verbrachte ich auf dem Ziegenhof Peter – bei Familie Peter, die ihren Bauernhof seit 22 Jahren mit viel Liebe bewirtet. Auf diesen Job hatte ich mich ganz besonders gefreut, denn ich mochte Tiere schon immer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.