Mhmm, mit Schokolade und Pralinen arbeiten!

Es geht los – mein allererster Job beim Jobmarathon. Anfangs etwas aufgeregt, aber voller Motivation und Vorfreude habe ich in der Goethe Chocolaterie Oldisleben in den Beruf der Konditorin reingeschnuppert.

Auf diesen Job hatte ich mich ganz besonders gefreut! Denn ich liebe Schokolade und jetzt mit dieser arbeiten zu dürfen, fand ich wirklich super. Außerdem habe ich zu Hause selbst schon die ein oder andere Praline hergestellt und backe immer wieder gerne mal einen leckeren Kuchen. Deshalb war klar, dass mir der Job als Konditorin in der Schokoladenmanufaktur gefallen würde.

Ich war selbst schon ein paarmal mit meinen Großeltern in der Goethe Chocolaterie – ist wirklich einen Ausflug Wert – und vor ein paar Jahren habe ich hier zusammen mit einer Freundin einen Tortenbackkurs belegt.

Außerdem hatte ich früher sogar einmal überlegt, eine Ausbildung zur Konditorin zu machen. Dieser Beruf hat mich eigentlich schon immer irgendwie angesprochen. Selbst meine Familie war davon überzeugt, dass mir diese Woche in Oldisleben ganz besonders gut gefallen würde – und so war es tatsächlich auch!

Mein erster Tag voll mit Schokolade

Zuerst bekam ich einen Kittel, eine Schürze und eine Kopfbedeckung. Ganz klassisch und irgendwie auch total süß: Ich mochte dieses Arbeitsoutfit wirklich gerne.

Nun stand meine erste Aufgabe an. Ich durfte Hohlkörper bemalen und herstellen. Hohlkörper kennt wahrscheinlich jeder von euch – zu Weihnachten und Ostern werden diese ja besonders gerne gekauft, verschenkt und vernascht. Aber wie entstehen sie eigentlich? Ich war total neugierig, zu erfahren, was wirklich für ein Aufwand dahintersteckt.

Wusstet ihr, dass man die Förmchen der Hohlkörper vorher bemalt? Nein? Ich auch nicht! Ich dachte wirklich immer, dass dies ganz am Ende der Herstellung des Hohlkörpers passiert. Genau dieses Bemalen war meine erste Aufgabe. Und sie erforderte Kreativität und Geschicklichkeit. Aber da ich sehr gern kreativ bin und beispielsweise zeichne, lag mir dieser Arbeitsschritt total gut und hat mir wirklich viel Freude bereitet. Allerdings erfordert das Bemalen ziemlich viel Zeit. Denn ich wollte das natürlich ordentlich machen und die vielen verschiedenen Figuren so individuell und bunt gestalten, wie nur möglich. Dabei musste ich aber immer darauf achten, dass meine Schokolade die richtige Temperatur behält. Danach wurden die Förmchen mit Vollmilchschokolade befüllt und wieder ausgekippt.

Am nächsten Tag war es soweit und ich durfte meine Figuren aus der Form holen. Ich war echt zufrieden mit meiner Arbeit, die Figuren sind wirklich toll geworden! Ich hab‘ sie dann noch schick verpackt und sie wurden direkt im Laden verkauft.

Es ist wirklich toll, zu sehen, welche Arbeit man vollbracht hat – und dann erfreuen sich auch noch andere Leute daran und es schmeckt lecker. Besser geht es doch gar nicht, oder?

Pralinenherstellung

Tags darauf konnte ich bei der Herstellung der verschiedensten Pralinen mitwirken. Das Beste: Wenn mal eine unschön geworden oder kaputtgegangen ist, durfte man sie einfach vernaschen … wenn ich hier länger geblieben wäre, wäre ich wahrscheinlich doppelt so breit wieder rausgegangen. 🙂 In der gesamten Schokoladenmanufaktur riecht es süß nach Schokolade – einfach nur ein Traum!

Das lange Stehen war allerdings erstmal eine kleine Herausforderung für mich, da ich das aus dem Büro eher weniger gewohnt bin. Aber man gewöhnt sich ja an fast alles. Und bei einer dermaßen spannenden Arbeit, die wirklich Spaß macht, wird so etwas schnell nebensächlich.

Das Team

Ich konnte mich mit einer sehr motivierten Auszubildenden unterhalten, die mir einen kleinen Einblick in die Ausbildung zur Konditorin gegeben hat. Sie möchte diesen Job unbedingt erlernen und später irgendwann einmal eine eigene Konditorei eröffnen. Klingt nach einem guten Plan, oder? Auch mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte ich mich austauschen und in ihren Arbeitsalltag hineinschnuppern. Alles wirklich sehr interessant!

Was solltet ihr für diesen Beruf mitbringen?

Die wichtigste Eigenschaft ist eigentlich Kreativität, gefolgt von der Liebe zum Süßen und zum selbst Gestalten. Hinzu kommt die Motivation, eigene Rezepte zu kreieren und vor allem Ausdauer! Ihr fühlt euch angesprochen? Schon mal an eine Ausbildung zum Konditor oder zur Konditorin gedacht? Für das kommende Jahr ist auch die Goethe Chocolaterie wieder auf der Suche nach neuen, motivierten und kreativen Azubis. Entspricht das nicht deinem Einzugsgebiet? Schau mal bei der Jobbörse der Perspektive Nordthüringen vorbei. Hier ist für jeden etwas dabei!

Chancen auch als QuereinsteigerIn!

Die MitarbeiterInnen waren ziemlich angetan von meiner Kreativität. Ich wurde sogar gefragt, ob ich als Quereinsteigerin anfangen möchte. Auch per Seiteneinstieg könnt ihr also in der Goethe Chocolaterie arbeiten. „Hauptsache man bringt Leidenschaft für den Beruf mit“, meinte die Chefin Frau Finger.

Mein Fazit

Pralinen isst man oft in einem Happs ganz schnell weg und hinterfragt eigentlich nie, was für Arbeit hinter so einem kleinen Leckerbissen steckt. Dabei ist es viel mehr als nur eine Schokoladenkugel – welcher Aufwand da dahintersteckt! Ich glaube, ich kann keine Praline mehr essen, ohne dass ich an diese Woche beim Jobmarathon Nordthüringen zurückdenken muss. Es war für mich so interessant, auch mal hinter die Kulissen der Schokoladenherstellung zu schauen. Dieser Job ist außerdem sehr kreativ, was ich selbst auch bin. Alles in allem war es eine sehr lehrreiche Woche und ein toller Job bei der Goethe Chocolaterie Oldisleben, den ich wirklich jeder und jedem nur weiterempfehlen kann!

Goethe Chocolaterie in Oldisleben

Die Goethe Schokoladentaler Manufaktur wurde im August 2005 von Karin Finger gegründet. Damit erfüllte sie sich den Traum, ihre Leidenschaft für Früchte und Schokolade mit einer eigenen Produktion Realität werden zu lassen. Alle Produkte der heutigen Goethe Chocolaterie werden aus besten Rohstoffen und nur in Handarbeit hergestellt.

Über unsere Jobbloggerin Franziska

Ein Job für den Rest des Lebens? Nicht für mich! Ich begebe mich auf eine spannende Reise durch über 30 Unternehmen in 180 Tagen. Seid dabei und folgt mir!

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