Tour durch das mittelalterliche Mühlhausen

Mühlhausen ist die Kreisstadt des Unstrut-Hainich-Kreises und die zehntgrößte Stadt in Thüringen. Auf meiner Entdeckungstour habe ich etliche Sehenswürdigkeiten kennengelernt. Mein Weg begann in der schönen Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und führte mich an der historischen Stadtmauer mit dem Frauentor vorbei. Mit einer Länge von 2,8 Kilometern umschloss die Mauer einst wie ein großes, unförmiges Rechteck das mittelalterliche Mühlhausen.

Weiter ging es zur Marienkirche. Sie wurde im 14. Jahrhundert im Stil der Gotik erbaut. Der fast 87 Meter hohe, mittlere Kirchturm ist der höchste des Freistaates und sitzt ganz prägnant in der Stadtsilhouette Mühlhausens. Das war aber nicht die einzige Kirche, die ich hier besucht habe: Auch die Jakobikirche, die heutzutage die Stadtbibliothek beheimatet, und die „Bach-Kirche“ Divi Blasii habe ich auf meiner Tour entdecken können. Hier war Johann Sebastian Bach im 18. Jahrhundert als Organist tätig – daher der Spitzname. Alles tolle, historische Gebäude, die ihr euch unbedingt mal ansehen solltet! Nur nebenbei, es gibt elf gotische Kirchen welche das historische Stadtbild prägen.

Wie ihr seht, bietet Mühlhausen eine urige Innenstadt – perfekt für einen gemütlichen Spaziergang und gut zum Eintauchen in die Geschichte! 😊

Der Mittelpunkt der Bundesrepublik

Ganz in der Nähe von Mühlhausen, bei Niederdorla, habe ich nochmal einen Halt eingelegt. Hier befindet sich nämlich das Opfermoor. Wusstet ihr, dass dort der Mittelpunkt Deutschlands liegt? Doch nicht nur das: Hier gab es auch vor- und frühgeschichtliche Kultanlagen. Sie wurden zwischen 1957 und 1964 von Archäologen untersucht. Ihre Funde und Erkenntnisse könnt ihr euch im Opfermoormuseum in Niederdorla und im Freilichtmuseum am Opfermoor ansehen.

Auch dieses Zeitzeugnis solltet ihr definitiv mal erkunden!

Schloss Sondershausen – eine Zeitreise

Mein nächster Ausflug ging zum Schloss Sondershausen. Es war bis 1918 die Residenz der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen und wird von einem mehr als 30 Hektar großen, schönen Park umgeben. Die beeindruckende Anlage hat eine über 800-jährige Baugeschichte – könnt ihr euch das vorstellen? 😊 Ich fand den Ort übrigens auch super, um Fotos zu machen. 😉

Das Schlossmuseum

Verständlich, dass der geschichtsträchtige Bau auch ein eigenes Museum hat. Das Schlossmuseum Sondershausen gibt es seit 1923. 1952 wurde es als Staatliches Heimat- und Schlossmuseum mit naturkundlichen, ur- und frühgeschichtlichen sowie regionalhistorischen Sammlungen neu eröffnet. Später kam noch die kulturhistorische Abteilung mit Gemälden, Möbeln und anderen Exponaten in den Wohnräumen der verstorbenen Fürstin hinzu.

Zwei Etagen voller Entdeckungen

Die Dauerausstellung wurde mehrfach neugestaltet und ist heute in zwei wesentliche Bereiche aufgeteilt. Einer zeigt die Geschichte des Hauses Schwarzburg anhand von Kunst und kunsthandwerklichen Exponaten, einen Teil des fürstlichen Naturalienkabinetts sowie durch verschiedene, im Stil der jeweiligen Epoche gestaltete Räume und Festsäle. Ich sag euch, die waren alle wunderschön! 😍

Im Obergeschoss findet ihr die regionalgeschichtliche Abteilung. Hier könnt ihr eine Zeitreise machen – von den Anfängen des Lebens in der Region, über die frühen Siedler, bis hin zur Gründung der Stadt Sondershausen und ihrer Geschichte im Mittelalter und der Neuzeit sowie ihrer Entwicklung im 20. Jahrhundert. Besonderer Wert wird auf die Tradition der Stadt Sondershausen in Bergbau und Musik gelegt. Zur Musikgeschichte und zu historischen Instrumenten gibt es sogar eine eigene Abteilung.

Ordentlich Theater im Schloss

Im Schloss Sondershausen wird aber nicht nur die Geschichte lebendig – einmal im Jahr geht es hier auch richtig lebhaft zu. Dann finden die Thüringer Schlossfestspiele statt. Das ist ein Musiktheaterfestival, das seit 2006 jährlich zwischen Juni und Juli im Schlosshof abgehalten wird. Da solltet ihr unbedingt mal vorbeischauen. ☺️

Klingt sehr vielfältig und ist es auch! Das Schloss Sondershausen ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Über unsere Jobbloggerin Franziska

Ein Job für den Rest des Lebens? Nicht für mich! Ich begebe mich auf eine spannende Reise durch über 30 Unternehmen in 180 Tagen. Seid dabei und folgt mir!

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