Station sechs – meine Arbeit bei Isoplus

Hier drehte sich alles um Rohre und Dämmung

Diese Woche ging es zu Isoplus nach Sondershausen, einem großen Unternehmen mit großer Zukunft. Die Firma existiert bereits seit 45 Jahren und ist Marktführer im Bereich vorgedämmter Rohrleitungssysteme. Hier durfte ich unter anderem das erste Mal in meinem Leben schweißen.

Isoplus betreibt sieben Niederlassungen in Europa und zwei in Asien. Den Standort in Sondershausen gibt es seit 1990. Das Firmengelände umfasst eine Fläche von knapp 140.000 Quadratmetern mit Lager und Produktionsfläche. 380 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gehen hier ihrer täglichen Arbeit nach. Klang echt nach einem großen Unternehmen, ich war gespannt, was mich erwarten würde.

Es hat ordentlich gefunkt

Mein erster Tag bei Isoplus begann mit einem netten Meeting zum Kennenlernen und einer Arbeitsschutzunterweisung. Die ist wichtig, da bei Isoplus mit Maschinen, Werkzeugen und schweren Gegenständen gearbeitet wird. Damit niemandem etwas passiert, steht der Arbeitsschutz an erster Stelle.

Nach dem Meeting bekam ich meine Arbeitskleidung und durfte in die Rolle einer Industriemechanikerin schlüpfen. Zuerst habe ich mir alle Arbeitsschritte in der Abteilung Schlosserei und Schweißerei genau angeschaut. Dort funkt es ziemlich oft, weil hier viel Metall zu Rohrbögen geschweißt und geschliffen wird. Alles muss dabei ganz genau sein – die Schweißnähte der Bögen werden im letzten Schritt sogar geröntgt. Damit wird geschaut, ob alles dicht ist und keine Mängel aufweist.

Ich konnte hier auch zum ersten Mal selbst schweißen! 😁 Das war echt cool! Allerdings bin ich kein Profi und das Ergebnis der Mitarbeiter sah natürlich deutlich besser aus, als mein erster Versuch. 😀 Aber ist ja ganz normal, Übung macht den Meister!

Als Industriemechaniker/-in solltet ihr auf jeden Fall technisches Verständnis, Genauigkeit und Willensstärke mitbringen. Deshalb bietet sich auch ein Praktikum in diesem Job an, um zu sehen, was überhaupt alles an Aufgaben auf euch wartet. Nach so einem Reinschnuppern lässt sich ja generell besser entscheiden, ob ein Beruf auch zu euch passt.

Frühschicht in der Dämm-Abteilung

Am Mittwoch durfte ich den Beruf der Verfahrensmechanikerin für Kunststoff und Kautschuk kennenlernen. Dort wird im Zwei-Schicht-System gearbeitet und ich hatte Frühschicht. Das hieß für mich also, um 5 Uhr morgens zu beginnen. War natürlich überhaupt kein Problem – ich bin auch zu dieser Uhrzeit schon sehr motiviert. 😁

Unter der Herstellung gedämmter Rohrleitungen habe ich mir erstmal nicht viel vorstellen können. Deshalb bekam ich vom Geschäftsführer eine Führung durch die gesamte Produktion. Und ich hätte wirklich niemals gedacht, welcher Aufwand hinter den ganzen Arbeitsschritten der Rohrherstellung eigentlich steckt. Ich konnte hier über die ein oder andere Schulter blicken und mich mit einigen Angestellten austauschen. Von ihnen habe ich auch erfahren, dass ein Quereinstieg in diesem Job kein Problem ist – die Motivation und das Interesse am Beruf sind die Hauptsache.

Ich durfte auch selbst eine Maschine bedienen, mit der man Kunststoff extrudiert. Dabei wird, ganz einfach gesagt, zähflüssiger Kunststoff durch eine Öffnung gepresst, die ihn in Form bringt.

In der Rohrschäumerei werden die Rohre dann noch mit Schaum versehen, um sie richtig gut zu dämmen. Nach dem Dämmprozess beginnt die Arbeit der Abteilung Versand/Logistik. Dort werden im Schnitt 40 Lkw pro Tag beladen und für Baustellen in ganz Deutschland bestückt.

Die Technik – Heimspiel für mich

An meinem letzten Tag bei Isoplus hatte ich sozusagen Heimvorteil. Es ging um meinen eigenen Beruf: Als Bautechnikerin kam mir in der Technik-Abteilung natürlich vieles sehr bekannt vor. Bei Isoplus wird beispielsweise mit dem Zeichenprogramm AutoCAD gearbeitet, mit dem ich gut vertraut bin. Da durfte ich auch gleich mal ein wenig mitmachen. 😊 Ihr fragt euch, was hier so gezeichnet wird? In der Technik werden die Werkszeichnungen der verschiedenen Rohre entwickelt, damit die Angestellten in der Produktion auch wissen, was gemacht werden soll.

Die Projektbearbeiterinnen und -bearbeiter führen hier außerdem statische Berechnungen durch und erstellen Mengenermittlungen. Für diesen Job solltet ihr vor allem technisches und räumliches Verständnis, Vertrautheit mit dem PC und mathematische Grundkenntnisse mitbringen. Auch ein Quereinstieg ist möglich, wenn das technische Verständnis und eventuell ein paar Vorkenntnisse mit einem Zeichenprogramm vorhanden sind.

Das waren meine Tage bei Isoplus. Die vielen Arbeitsschritte, bis so ein vorgedämmtes Rohr fertig ist, haben mich wirklich beeindruckt. Was fandet ihr besonders spannend? Könnt ihr euch selbst vorstellen, beispielsweise einmal als Industriemechaniker/-in zu arbeiten? Schreibt gern einen Kommentar! Bis nächste Woche, eure Franzi.

Isoplus

Bei isoplus werden mit rund 1.500 Mitarbeitern vorgedämmte Rohre und Formteile auf höchstem technischem Niveau produziert. Hier kann unsere Jobbloggerin richtig mit anpacken!

Über unsere Jobbloggerin Franziska

Ein Job für den Rest des Lebens? Nicht für mich! Ich begebe mich auf eine spannende Reise durch über 30 Unternehmen in 180 Tagen. Seid dabei und folgt mir!

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